Präzision einer Messung

Im naturwissenschaflichen Bereich ist die Präzision (Genauigkeit) einer Messung immer beschränkt. Gibt uns ein Gerät einen Messwert an, so ist dieser Wert nur eine "Schätzung" des wirklichen Wertes.

Zum Beispiel: Beträgt die Masse eines Körpers 10,09 g, so könnte die Waage 10,1 g anzeigen.

Die Fehlerquellen einer Messung können einen unterschiedlichen Ursprung haben:

-Fehler können durch das ungeschickte Handeln des Experimentators auftauchen. Zum Beispiel kann er bei einer Volumenmessung das Volumen falsch ablesen (siehe Falsche Augenhöhe beim Ablesen eines Volumens ).

-Die Werte, die uns die Messgeräte liefern, sind mit einer Ungenauigkeit behaftet, weil selbst bei der Eichung der Geräte Fehler auftreten. Glücklicherweise sind diese Fehler sehr gering (um ±0,1 % des gemessenen Wertes).

Auf jedem Messgerät steht die Präzision (Toleranz) der Messung.


                             Präzision der Pipette

Zum Beispiel: Steht auf einer Pipette 10 Tol. ± 0,015 ml, liegt das gemessene Volumen einer Flüssigkeit zwischen 9,985 ml und 10,015 ml.

Möchte man die Präzision mehrerer Geräte vergleichen, muss man die relative Toleranz (%) berechnen:

Relative Toleranz

Je grösser die relative Toleranz, desto unpräziser ist das Messgerät.

Um sicher zu sein, dass der Fehler eines Messwertes nicht zu gross ist, muss man immer mehrere Messungen durchführen und den Durchschnitt der Messwerte berechnen. Liegt ein Wert zu weit vom Durchschnitt, so wird er aus der Messreihe entfernt.