
- Gold ist ein weiches, gelbglänzendes Edel- und Schwermetall (Dichte 19,3 kg/dm3). Es ist ziemlich leicht schmelzbar (1062°C) und sehr dehnbar: es kann bis zu einer Dicke von nur 0,1 Mikrometer geformt werden. Gold leitet den elektrischen Strom und die Wärme sehr gut. Mit Kupfer und Silber bildet es harte Legierungen. Es ist Iöslich in Quecksilber (Amalgam) und sehr korrosionsbeständig.
- Gold ist ein seltenes Metall, das in der Erdkruste rein (gediegen) in Form von Körnern oder Klumpen vorkommt; es ist oft mit Kupfer, Silber und Platin vermischt. Wichtige Goldvorkommen sind heute in Südafrika, Sibirien, Kanada und Australien.
- Gold ist wahrscheinlich das erste dem Menschen bekannte Metall, es wurde schon vor etwa 6000 Jahren am Nil verarbeitet. Seit dem frühesten Altertum wurden Verzierungen und Schmuck aus Gold geformt und vom Menschen als wertvoll und begehrenswert empfunden. Die Griechen unternahmen bereits um 1350 v. Chr. einen Kolonialzug (den legendären Argonautenzug) an die Küsten des Schwarzen Meeres zur Erbeutung von Gold (goldenes Vlies). Diese als Goldfieber bezeichnete Sucht macht auch verständlich, daß während Jahrhunderten versucht wurde, andere Metalle mit den Methoden der Alchemie in Gold umzuwandeln. Daß solche Umwandlungsversuche nicht gelingen konnten, wurde erst von der modernen Chemie erkannt.
- Gold wurde frühzeitig als Münzmetall verwendet; erste Goldmünzen wurden um 650 v. Chr. im Orient geprägt. Die älteste Goldmünze des europäischen Mittelalters stammt aus dem Jahr 1252.
- Gold wird heute im Juweliergeschäft, massiv (rein) und als Legierung, zur Herstellung von Schmuck und Uhren und zum Vergolden (Plattieren) von billigen Schmuckgegenständen verwendet. Desweiteren wird es bei der Herstellung von Zahnprothesen und von elektrischen Kontakten verwendet. Das meiste Gold (Münzen, Barren) wird in Tresoren reicher Staaten aufbewahrt. Gold war bis 1971 ein internationales Währungsmetall und die Basis der Geldkurse.
|