
- Salzsäure ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit. Sie zählt zu den starken Säuren und wirkt ätzend (zerstörend) auf viele Werkstoffe und auf Zellgewebe. Die Säure ist eine wäßrige Lösung: je nach Säuregehalt unterscheidet man rauchende Salzsäure" (bis zu 38%), konzentrierte Salzsäure" (bis zu 30%) und verdünnte Salzsäure" (bis zu 7%).
- In der Natur kommt Salzsäure in Vulkandämpfen vor. Bei der Verbrennung von Kunststoffabfällen aus PVC können Salzsäuredämpfe entstehen und Umweltschäden bewirken. Stark verdünnte Salzsäure (0,1 bis 0,5 %) befindet sich im Magensaft von Mensch und Tier.
- Salzsäure war schon im 15. Jahrhundert bekannt. Sie wird im Labor durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Salz (Kochsalz) hergestellt. Sie ist ein wichtiger Stoff für die chemische Industrie. Verdünnte Salzsäure wird zum Entfernen von Mörtelresten und zum Polieren von Metalloberflächen benutzt.
- Das Einatmen von Salzsäuredämpfen führt zu Lungen- und Zahnschäden. Auf der Haut bewirkt Salzsäure Rötung, Blasenbildung und brennende Schmerzen. Getrunkene Salzsäure kann über Verätzungen, Atemnot und Herzschwäche zum Tode führen.
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