Metalle

métaux

metals

- In der Entwicklung der menschlichen Kulturen von der Steinzeit, über die Bronze- und Eisenzeit, bis zum Atomzeitalter spielten die Metalle eine entscheidende Rolle.
- Im Altertum waren schon sieben Metalle bekannt, welche zu Werkzeugen, Waffen und Schmuck verarbeitet wurden. Ihre Bedeutung kommt dadurch zum Ausdruck, daß sie nach der damaligen Weltanschauung bestimmten Himmelskörpern und Gottheiten zugeordnet wurden: Gold (Sonne), Silber (Mond), Eisen (Mars), Kupfer (Venus), Zinn (Jupiter), Blei (Saturn), Quecksilber (Merkur).
- Heute sind etwa 80 Metalle bekannt. Neben den oben erwähnten sind Aluminium, Magnesium, Kobalt, Nickel, Titan, Chrom, Zink, Mangan, Platin, Uran, ... die gebräuchlichsten.
- Die Edelmetalle Kupfer, Silber und Gold wurden schon sehr früh in der Natur in reinem (gediegenem) Zustand gefunden. Die meisten Metalle kommen allerdings nicht gediegen in der Natur vor, sondern sie sind in Erzen mit anderen nichtmetallischen Stoffen verbunden. Bei der Verhüttung (Gewinnung der Metalle) werden die nichtmetallischen Stoffe entfernt.
- Metalle erkennt man am Glanz der reinen Oberfläche; sie sind leicht formbar, nicht zerbrechlich (nicht spröde), schmelzbar und relativ hart. Dies sind ideale Eigenschaften für die Verarbeitung durch Schmieden, Walzen und Gießen zu Schmuck und Kunstgegenständen, Jagd- und Kriegsgerät, Werkzeugen und allerlei Bauteilen. Durch Zusammenschmelzen verschiedener Metalle zu Legierungen kann man ihre Eigenschaften noch verbessern.
- Die Gewinnung von Metallen aus Erzen und die Herstellung von Legierungen setzten bereits im Altertum handwerkliche und technische Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten voraus, die wir heute in den Bereich der Metallurgie und der Chemie einordnen. Das Schmiedehandwerk wurde im alten Griechenland als so wichtig empfunden, daß ihm eine eigene Gottheit „Hephaïstos" zugeordnet war. Der Ursprung des Wortes Chemie wird heute mit dem altgriechischen Wort „Chymos", was soviel wie Metallguß bedeutet, in Zusammenhang gebracht.