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- Sauerstoff ist ein farbloses, geruch- und geschmackloses Gas, das bei -183 °C flüssig wird. Sauerstoff ist an den Verbrennungsvorgängen, an der Atmung, an dem Verfaulen organischer Stoffe und an der Korrosion der Metalle beteiligt. Reaktionen, bei denen Stoffe sich mit Sauerstoff verbinden, bezeichnet man als Oxidationen; hierbei entstehen Sauerstoffverbindungen: Oxide.
- Sauerstoff ist der häufigste Stoff unseres Lebensraumes. Freier Sauerstoff kommt in der Luft als Gas (etwa 21 % der Luft), im Wasser als gelöstes Gas und in der oberen Atmosphäre als Ozongas vor. An andere Stoffe gebunden kommt er im Wasser, in der Erdkruste (Oxide, Salze, Erze) und in den Lebewesen (Zucker, Proteine, Fette usw.) vor; die Erdkruste besteht zu etwa 50 % und der menschliche Organismus zu etwa 65 % aus Sauerstoff.
- Trotz seiner Häufigkeit wurde Sauerstoff erst um 1770 von Carl Wilhelm Scheele und Joseph Priestley entdeckt. Diese Entdeckung war entscheidend für die Entwicklung der modernen Chemie: so konnte Antoine-Laurent Lavoisier (1743-1794) kurze Zeit später die Verbrennungsvorgänge richtig deuten. Er gab dem Sauerstoff seinen Namen Oxygenum", d. h. Säurebildner (Lavoisier war überzeugt, daß der Sauerstoff die sauren Eigenschaften bewirkt).
- Reiner Sauerstoff kann aus sauerstoffhaltigen Stoffen (Oxiden, Salzen) hergestellt werden. In der Industrie wird der Sauerstoff aus verflüssigter Luft gewonnen. Im Handel ist er in Stahlflaschen unter hohem Druck (150 bar) erhältlich.
- Sauerstoff ist für den Stoffwechsel fast aller Lebewesen unentbehrlich. Ein erwachsener Mensch verbraucht pro Jahr etwa 300 kg Sauerstoff.
- Sauerstoff wird vielfältig verwendet: zur Herstellung von Eisen, Stahl, Salpetersäure und Schwefelsäure; zu Sprengzwecken, zum Antrieb von Raketen, beim autogenen Schweißen und bei der künstlichen Beatmung.
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