Phosphor

phosphore

phosphorus

    

- Der Name dieses Stoffes kommt vom griechischen „phosphoros" (= lichttragend). Phosphor kommt in verschiedenen Formen vor:
• Weißer Phosphor ist eine wachsweiche, gelblich-weiße Masse von eigenartigem Geruch. Er raucht an offener Luft, wobei er sich unter „Leuchten" und Wärmeentwicklung langsam mit Sauerstoff verbindet; oberhalb von 50° C tritt Selbstentzündung ein, deshalb wird er unter Wasser aufbewahrt.
Bei oraler Aufnahme ist weißer Phosphor sehr giftig (Kollaps, Atemlähmung und Koma). Weißer Phosphor verursacht schwere Verbrennungen mit tiefen, sehr schlecht heilenden Wunden.
Weißer Phosphor ist ein Ausgangsstoff zur Herstellung von phosphorhaltigen Stoffen (Phosphorsäure, Phosphate) und von rotem Phosphor; geringe Mengen werden zu phosphorhaltigen Legierungen verarbeitet; im 2. Weltkrieg wurden größere Mengen für Brandbomben verwendet.
• Roter Phosphor ist ein dunkel rotes Pulver. Roter Phosphor ist an sich ungiftig. Er dient zur Herstellung von phosphorhaltigen Stoffen und in der Feuerwerkstechnik zur Herstellung von Rauch- und Feuerwerkskörpern und auch von Reibflächen der Streichholzschachteln (mit einem Sauerstofflieferanten kann er durch Stoß und Reibung zur Explosion gebracht werden).
Phosphorhaltige Stoffe sind in allen lebenden Zellen anzutreffen, sie sind für die normalen Lebensabläufe in Pflanze und Tier unentbehrlich. Ein Mensch (70kg) enthält ca. 700g Phosphor, von denen ca. 600 g im Knochensystem fest gebunden sind. Der Phosphorbedarf liegt bei 1 bis 1,2 g/Tag.