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4. DESTILLATION

Verwendungszweck:

Zur Trennung von flüssigen Stoffen, die sich ineinander lösen.
(Beispiel: Lösung aus Aceton + Wasser)

Versuch:
Mische Aceton und Wasser und gib die Mischung in den Destillierkolben.
Stelle das Kühlwasser an und erhitze.











Beobachtung:
Das Gemenge im Rundkolben siedet. Es steigen Dämpfe auf die an den kühlen Wänden des Aufsatzes kondensieren.
Wenn die Dämpfe das Thermometer erreichen dann zeigt dieses eine Temperatur von 56°C an (Siedepunkt von Aceton).
Die Dämpfe gelangen in den Liebigkühler wo sie abgekühlt und kondensiert werden. Die Flüssigkeit wird in der Vorlage gesammelt.
Sie ist farblos, klar, brennbar und hat einen angenehmen Geruch.
Es handelt sich um Aceton.


 


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Prinzip der Trennung:
Trennung von Lösungen nach den unterschiedlichen Siedepunkten der vermischten Stoffe.
Wenn die Lösung erwärmt wird bildet der Stoff mit dem niedrigeren Siedepunkt (hier: Aceton) mehr Dämpfe als der Stoff mit dem höheren Siedepunkt (hier: Wasser).
Der mit Aceton angereicherte Dampf wird im Liebigkühler abgekühlt und kondensiert, wobei man eine Flüssigkeit erhält die einen größeren Acetonanteil enthält als die Ausgangslösung. Durch mehrmalige Destillation (Rektifikation) kann eine fast vollständige Trennung erreicht werden.


Anwendungen:
• Destilliertes Wasser ist chemisch reines Wasser; es enthält also keine gelösten Stoffe mehr. Es wird durch Destillation von Leitungswasser (Wasser und gelöste Stoffe) hergestellt. Destilliertes Wasser wird zum Verdünnen der Säure in Autobatterien und im chemischen Labor gebraucht. Im Haushalt benutzt man destilliertes Wasser um beim Bügeln mit dem Bügeleisen Wasserdampf herzustellen. So verhindert man das Absetzen von Salzen im Bügeleisen.
• Erdöl ist ein Gemisch von sehr vielen Flüssigkeiten. Es wird durch Destillation in (bis zu 50 Meter) hohen Türmen in Gas, Benzin, Kerosin, Dieselöl, Heizöl, Schmieröle und Bitumen aufgetrennt.


 



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