1. Wiederholungen
a. Physikalische und chemische Vorgänge
• Versuch 1:
Eisenwolle wird in die Flamme des Bunsenbrenners gehalten und dann entfernt.
Beobachtung
Aussehen vorher:
Aussehen nachher:
Schlussfolgerung
• Versuch 2:
In einem Reagenzglas wird etwas Wachs erhitzt.
Beobachtung
Aussehen vorher:
Aussehen nachher:
Schlussfolgerung
• Versuch 3:
In einem Reagenzglas wird etwas Zucker stark erhitzt.
Beobachtung
Schlussfolgerung
• Versuch 4:
In einem Erlenmeyerkolben wird etwas Zucker vollständig aufgelöst.
Beobachtung:
Schlussfolgerung
Aufgabe:
Welches sind chemische, welches sind physikalische Veränderungen?
Begründe jeweils deine Antwort!
• Eine Tasse bricht
• Holz brennt
• Butter wird ranzig
• Regen fällt auf die Erde
• Eisen rostet
• Holz wird zersägt
• Zucker verkohlt
• Holz fault
• Schnee schmilzt
• Salz wird aufgelöst
• Fleisch verdirbt
b. Einteilung der Stoffe
(i) Reinstoffe
| • | Reinstoffe bestehen nur aus einer einzelnen Stoffart. |
| • | Reinstoffe besitzen konstante Eigenschaften wie Farbe, Geruch, Geschmack, Verformbarkeit, Schmelz- und Siedetemperaturen, Dichte, Wärmeleitfähigkeit, elektrische Leitfähigkeit ... |
Natürlich kann man nicht auf Anhieb entscheiden ob eine Stoff ein Reinstoff ist oder nicht. Deshalb muss man Versuche durchführen und ein tieferes Verständnis vom Aufbau der Stoffe haben. So muss Magnetismus nicht unbedingt auf Eisen hinweisen, denn auch Cobalt und Nickel sind magnetisch. Alle drei Metalle sind Reinstoffe und verformbar.
Um die Härte von Feststoffen zu bestimmen benutzt man die Härteskala von 1 bis 10 nach Mohs: mit härteren Stoffen kann man weichere Stoffe ritzen. Diamant ist der härteste Stoff (Härte 10 nach Mohs) und wird daher zum Beispiel bei Bohrern benutzt, am Bohrkopf sind winzige Diamatkristalle eingefügt. Stahl besitzt die Härte 8.
Viele der gängigsten Stoffe sind Reinstoffe, einige sollte man kennen:
Wasser ist ein Reinstoff, es besteht aus immer gleich aufgebauten Wasserteilchen. Bei Raumtemperatur ist Wasser eine Flüssigkeit, der Siedepunkt liegt bei 100°C, der Schmelzpunkt bei 0°C.
Zucker ist ein Reinstoff weil er aus immer gleich aufgebauten Zuckerteilchen besteht. Ein grosser Zuckerkristall, feiner Kristallzucker oder Zuckerpulver haben immer denselben Geschmack, diese Eigenschaft bleibt konstant.
Auch Salz, Blei, Gold, Silber, Essigsäure, Alkohol ... sind Reinstoffe.
(ii) Gemische (Gemenge, Stoffgemenge)
| • | Gemische bestehen aus mehreren Stoffarten. |
| • | Gemische erhält man durch Vermischen von Reinstoffen. |
| • | Gemische besitzen keine konstanten Eigenschaften denn je nach Zusammensetzung des Gemisches ändert die Farbe, der Geruch, der Geschmack, die Schmelz- und Siedetemperatur ...
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| • | Gemische kann man durch Trennverfahren (Filtrieren, Abdampfen, Abscheiden, Destillieren ...) in ihre Reinstoffe aufteilen. |
Beispiele:
Wenn man gleiche Mengen Salz und Zucker vermischt erhält man ein Gemenge das sowohl salzig wie süss schmeckt.
Vermischt man aber nur einige Zuckerkristalle mit einem Kilo Salz, so erhält man zwar immer noch ein Gemisch aber der Geschmack ist stark salzig. Der Geschmack (Eigenschaft) ändert also je nach der Zusammensetzung des Gemisches.
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| Name | (Art, Aussehen) |
Bestandteile |
||||||||
| Lösung | ( | homogen |
, | klar |
) | Flüssigkeit |
+ + |
löslicher Feststoff |
||
| Lösung | ( | homogen |
, | klar |
) | Flüssigkeit |
+ + |
lösliche Flüssigkeit |
||
| Lösung | ( | homogen |
, | klar |
) | Flüssigkeit |
+ + |
lösliches Gas |
||
| Suspension | ( | heterogen |
, | trüb |
) | Flüssigkeit |
+ + |
unlöslicher Feststoff |
||
| Emulsion | ( | heterogen |
, | trüb |
) | Flüssigkeit |
+ + |
unlösliche Flüssigkeit |
||
| Schaum | ( | heterogen |
, | trüb |
) | Feststoff oder |
+ + |
unlösliches Gas |
(Styropor) (Seifenschaum) |
|
| Rauch (Aerosol) | ( | heterogen |
, | trüb |
) | Gas |
+ + |
unlöslicher fein |
(Dieselabgase) |
|
| Nebel (Aerosol) | ( | heterogen |
, | trüb |
) | Gas |
+ + |
unlösliche fein |
(Haarspray) |
|
Aufgabe:
Gib für folgende Gemische den Namen der Lösung, die Art, das Aussehen sowie die Bestandteile an.
Orientiere dich an der vorhergehenden Tabelle!
• Benzin wird mit Wasser vermischt
• Calciumoxid (weißer Feststoff) wird in genügend Wasser vollständig aufgelöst
• Zu einer klaren Zuckerlösung gibt man etwas Schwefelblüte
• Ein flüssiges Parfüm wird versprüht
• Ein Hohlraum wird ausgeschäumt
• Kupfer(II)-sulfat (blauer Feststoff) wird vollständig aufgelöst
(iv) Reinstoffe: Elemente und Verbindungen
• Versuch 1:
Zersetzung (Analyse) von Wasser durch elektrischen Strom.
Man füllt den Hofmann'schen Zersetzungsapparat mit destilliertem Wasser.
Über zwei Platinelektroden wird eine elektrische Gleichspannung von etwa 15 V an das Wasser angelegt.
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Beobachtung: Schlussfolgerung: |
Reinstoffe welche sich nicht mehr in einfachere Stoffe zerlegen lassen bezeichnet man als chemische Grundstoffe oder chemische Elemente.
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• Versuch 2:
Herstellung (Synthese) einer chemischen Verbindung aus den Elementen Eisen und Schwefel.
Ein Gemisch aus 7 g Eisenpulver und 4 g Schwefelpulver wird in einem Reagenzglas stark erhitzt.
Beobachtung:
Schlussfolgerung:
Eisensulfid ist eine Verbindung aus den Elementen Eisen und Schwefel.
Reinstoffe welche aus zwei oder mehreren Elementen aufgebaut sind bezeichnet man als Verbindungen.
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(v) Zusammenfassung
Einteilung der Stoffe:

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Um zu erklären, dass die Grundstoffe nicht weiter zerlegbar sind, nahm der englische Wissenschaftler John Dalton um 1800 an, dass die chemischen Elemente aus unteilbaren Teilchen bestehen. Er nannte diese Teilchen „Atome“, so wie man schon im Altertum die kleinsten Bausteine aller Stoffe genannt hatte (griechisch: „atomos“ = unteilbar). |
Dalton's Atommodell |
Jede Atomart wird mit einem chemischen Symbol abgekürzt. Das Elementsymbol besteht aus einem oder zwei Druckbuchstaben, wobei der erste immer groß, der zweite immer klein geschrieben wird.
Beispiele:
| • Wasserstoff | Symbol: H |
| • Gold | Symbol: Au |
| • Eisen | Symbol: Fe |
Tabelle einiger wichtiger Atomarten und ihrer Symbole:
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| Hauptgruppe I: | Alkalimetalle |
| Hauptgruppe II: | Erdalkalimetalle |
| Hauptgruppe VII: | Halogene |
| Hauptgruppe VIII: | Edelgase |
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6. Auf einem Tisch stehen fünf Trinkgläser, welche alle eine homogene farblose Flüssigkeit enthalten. Jedes der Trinkgläser enthält entweder Wasser, destilliertes Wasser, Wodka, eine Zuckerlösung oder eine Salzlösung.
Welche Stoffeigenschaften erlauben es, die verschiedenen Flüssigkeiten zu unterscheiden?
7. Im Labor lagern sechs farblose Flüssigkeiten von denen sich das Etikett gelöst hat. Da man weiss, dass es sich um destilliertes Wasser (ρ = 0,998 g/mL), Aceton (ρ = 0,784 g/mL), Benzol (ρ = 0,876 g/mL), Chloroform (ρ = 1,49 g/mL), Dichlormethan (ρ = 1,33 g/mL) und Hexan (ρ = 0,626 g/mL) handelt beschriftet man die Behälter von 1 bis 6 und beschließt die Dichte dieser Reinstoffe zu bestimmen um die verschiedenen Behälter mit dem richtigen Namen zu beschriften.
Geruchs- und Geschmacksproben sind nicht erlaubt da es sich zum Teil um giftige Stoffe handelt. Es muss daher auch unter der Abzugshaube gearbeitet werden. Mit Hilfe einer Messpipette (auf 0,1 mL genau) bestimmt man das Volumen und gibt dann die Flüssigkeit in einen Erlenmeyerkolben und bestimmt die Masse auf einer Waage (auf 0,001 g genau). Man erhält folgende Tabelle:
| Flüssigkeit | Volumen | Masseleer | Massegefüllt | Dichte | Reinstoff |
1 |
8,7 mL |
25,374 g |
38,342 g |
||
2 |
9,8 mL |
28,209 g |
37,983 g |
||
3 |
9,3 mL |
28,438 g |
36,587 g |
||
4 |
8,9 mL |
27,284 g |
39,129 g |
||
5 |
9,5 mL |
25,938 g |
33,387 g |
||
6 |
9,6 mL |
26,387 g |
32,391 g |