

Aussehen: Graues Metall.
Aggregatzustand: Fest.
Anwendung: Hafnium kommt immer zusammen mit Zirkonium vor, weil es chemisch sehr ähnlich ist. Es muss deshalb mit viel Aufwand in Ionenentauschern vom Zirkonium getrennt werden. Das ist nötig, weil Hafnium Neutronen sehr gut absorbiert und somit als Regelstab in Atomkraftwerken eingesetzt werden kann. Es muss vollständig vom Zirkonium getrennt werden, da man aus Zirkoniumlegierungen die Hülle der Brennstäbe macht. Sind noch Reste von Hafnium enthalten, kann es im Reaktor zu keiner Kettenraktion kommen, da die Neutronen nicht durch die Hülle hindurchkommen. Weiter wird Hafnium in der Hochfrequenztechnik und als festigkeitssteigernder Zusatz zu Legierungen zugesetzt. Der weltweite H.-Verbrauch liegt bei 85 t/Jahr.
Fundort: Niels Bohr prophezeite aufgrund seiner Atomtheorie, es müsse ein Element mit der Ordnungszahl 72 geben, das von den Seltenerdmetallen verschieden sei und große Ähnlichkeit mit Zirkonium habe. Hafnium wurde erst 1923 von D. Coster und G. von Hevesy in Kopenhagen in Zirconiummineralien gefunden, in denen es die Zirconiumatome teilweise ersetzt.
Ursprung des Namens: Der Name ist von der lateinischen Bezeichnung Hafnia für Kopenhagen hergeleitet.